|
|
 |
|
zurück
Die Mühlbacher Klause
Wie eng Vergangenheit und Zukunft mitunter räumlich beieinander liegen, lässt sich eindrucksvoll an der Mühlbacher Klause am westlichen Eingang des Pustertals beobachten. Kaum jemand vermutet heute, dass der Pustertaler Verkehr noch bis 1994 unterhalb dieser Festung durchführte!
Die „Neue Klause“ wie sie in Anspielung auf die mittlerweile verschwundene „Alte Klause“ auch genannt wird, wurde um 1460 im Auftrag von Sigmund dem Münzreichen erbaut und diente als Schutzwall, Zoll- und Mautstelle zwischen den Grafschaften Tirol und Görz, welchem auch das Pustertal bis zur Lienzner Klause angehörte. Wer kein Geld hatte, zahlte den „Mühlbacher Pfefferzoll“, ein Teil der mitgebrachten Waren ging dann an die Zöllner. Doch die Klause war auch eine hart umkämpfte Festung, so trugen besonders der Spanische Erbfolgekrieg und die Freiheitskriege um 1809 dazu bei, dass sie teilweise stark zerstört und das Gemäuer für Neubauten abgetragen wurde. So verwenden die Mühlbacher heute kurioserweise das Holzportal der Klausenkapelle als Haupttor zu ihrer Ortskirche! Und übrigens: Jeden Donnerstag von 9 bis 12 und von 14.30 bis 18 Uhr kann man die restaurierte Ruine von Mühlbach besichtigen!
|
|
|
|
|
 |
|
|