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Krampusläufe im Pustertal 2009
Rund um den 6. Dezember warten alle auf den Nikolaus: der großzügige Bischof mit dem Rauschebart zieht durch die Straßen und verteilt Süßigkeiten. Doch zum freundlichen Gabenbringer gehören auch seine dunklen Begleiter, die Krampusse.
Die alpenländische Tradition des Krampus-Laufens geht eigentlich auf die christlich-mythologischen Figuren des Bischof Nikolaus und seines Begleiters Krampus zurück. Letzterer hat seine Wurzeln im Heidentum, sein Name leitet sich vom altdeutschen „Krampen“ ab, was für „Kralle“ steht. In unseren Gebieten entwickelte sich die Gestalt des Krampus aus den heidnischen Figuren der Perchten, die möglicherweise als Vertreiber der Dunkelheit und bösen Geister und somit als Lichtbringer galten. Als heidnischer Winterbrauch im Christentum verboten, übernahmen die Krampusse nach der Zeit der Inquisition zunehmend die Funktion des Knechts Ruprecht in Begleitung der Hl. Nikolaus als dessen böser Gegenpart. So hat die ursprünglich heidnische Figur des Krampus eine Rolle im christlichen Brauchtum erhalten und ist seitdem zum Sinnbild für die Überwindung des Bösen durch das Gute geworden.
Aus diesem Grund bildet die Gestalt des Hl. Nikolaus bei den meisten Krampusläufen den krönenden Abschluss.
Einer der größten Krampusumzüge mit mehr als 200 Krampussen aus dem ganzen Land findet am 7. Dezember in Toblach statt. Mittlerweile ist der Krampusumzug zu einem beliebten Spektakel geworden, das jedes Jahr die Zuschauer aus Nah und Fern begeistert.
Bereits am 28. November findet in Pichl im Gsiesertal der Krampusumzug statt.
Am 4. Dezember findet in Sexten eine große Krampusshow statt. Nicht zu vergessen natürlich der große Krampusumzug in Sand in Taufers am 7. Dezember.
Versäumen Sie also nicht dieses teuflische Vergnügen.
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