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100 Jahre 9. Symphonie von Gustav Mahler Konzert mit den Bamberger Symphonikern am 23. Juli in Toblach „An der Schwelle zum Unsagbaren“, so lautete der Titel des Programmheftes der Berliner Philharmoniker, die vor zwei Jahren Mahlers Neunte unter Sir Simon Rattle auf den Spielplan setzten. Und der deutsche Dirigent Bruno Walter, der bei der Uraufführung 1912 in Wien am Dirigentenpult der Wiener Philharmoniker stand, bezeichnete die Symphonie als „ein einziges Schweben zwischen Abschiedswehmut und Ahnung des himmlischen Lichts“. "Der Ferienkomponist" Gustav Mahler arbeitete ab Mitte Juni 1909 drei Monate intensiv an der Neunten Sinfonie. Dazu hatte er bereits bei seinem ersten Aufenthalt im Vorjahr ein Komponierhäuschen aus Holz zimmern lassen - einen Steinwurf vom Trenkerhof, dem Feriendomizil in Altschluderbach entfernt. Die 9. Symphonie ist das letzte von Mahler vollendete Werk. Dabei kann man gar nicht mehr von einer klassischen Sinfonie sprechen. Es gibt keine die Gesamtheit verklammernde Tonart mehr, jeder Satz steht in einer anderen, und die Satzabfolge erscheint wie umgestülpt. Die schnellen Sätze füllen den Mittelteil die langsamen Sätze bilden die verbindende Klammer. Die Symphonie beginnt mit einem Andante comodo und endet, nach dem Zerrbild eines Ländlers und dem als Rondo-Burleske überschriebenen dritten Satz, in einem Adagio, das viele Musikkritiker als die Darstellung der bereits einfallenden jenseitigen Welt interpretiert haben. Alles, was Mahler als Komponist wichtig war, ist in dem monumentalen Werk aufgehoben. Gleichzeitig kann es als erstes Werk der Neuen Musik gelten. Die Bamberger Symphoniker unter Jonathan Nott Dies mag wohl mit ein Grund sein, dass es auch 100 Jahre nach dessen Entstehung nichts an seiner Attraktivität und Aktualität eingebüßt hat. So werden die Bamberger Symphoniker unter ihrem Chefdirigenten Jonathan Nott im Gustav-Mahler-Saal des Kulturzentrums Grand Hotel Toblach das Werk erklingen lassen. Jonathan Nott ist seit dem Jahr 2000 Chefdirigent bei den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie. Nott begab sich mit den Bambergern mehrfach auf Konzerttournee, die ihn in alle bedeutenden Musikmetropolen Deutschlands und Europas, nach Russland und Südamerika, Japan, China und in die USA führten. Mahler und die Bamberger Das Bamberger Symphonieorchester zählt heute zu den bedeutendsten Orchestern Deutschlands. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Mahlers Kompositionen in das Konzertprogramm aufgenommen und die Musikkritik durch gelungene Interpretationen überzeugen können. Dabei steht die Stadt in einem besonderen Verhältnis zu Mahler. So wurde zur Förderung des musikalischen Nachwuchses der sogenannte Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb initiiert, dessen Ziel es ist, hochbegabten Dirigenten den Weg in ihre Karriere zu ebnen. Den ersten Wettbewerb 2004 gewann der heute in aller Welt bejubelte Gustavo Dudamel aus Venezuela. Weitere Informationen erhalten Sie bei den Gustav Mahler Musikwochen.
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