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Besuch im Tourismusmuseum in Niederdorf Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Hochpustertal durch den Bau der Südbahn zwischen Franzensfeste und Wien touristisch erschlossen. Dadurch war Wien nur noch eine Tagesreise entfernt und das Hochpustertal wandelte sich zur Sommerfrische der feinen Gesellschaft der k. u. k. Monarchie.
Aber schon früher, im 17. Jh., zogen die ersten Sommerfrischler aus dem Veneto oftmals ins Hochpustertal. In den kühleren Höhen des Hochpustertals galt die frische und klare Luft vor allem als Schutz vor die Pest.
Die Wirtin Emma Hellensteiner, bekannt als „Frau Emma“ (1817 – 1904), Wirtin des Hotels „Schwarzer Adler“ in Niederdorf war eine Pionierin des Fremdenverkehrs. Ihr Sohn Eduard erbaute das Grandhotel „Pragser Wildsee“. Wen wunderts also, dass das erste Tourismus-Museum des Alpenraums ausgerechnet in Niederdorf eingerichtet wurde…
Das Fremdenverkehrsmusuem im Haus Wassermann dokumentiert die Geschichte des Tourismus im Hochpustertal. Ausstellungsstücke und Fotografien dokumentieren wie „Reisen“ damals war. Alte Wirtshäuser und zahlreiche Bäder sind hier nachinszeniert. Der Bau der Pustertaler Eisenbahnlinie ist hier dargestellt, ebenso wie ein Raum ganz allein den alpinen Pionieren des Tourismus gewidmet ist.
Das Haus selbst, das „Wassermann-Haus“, war im 15. Jh. noch Ansitz des Adelsgeschlechtes von Kurz und kam erst später in bürgerlichen Besitz. Von 1892 bis 1977 war es Eigentum der Familie Wassermann, welche darin ein Cafè mit Konditorei führte.
Ein Museum, das dem Besucher bestens Einblick in den glänzenden Gesellschaftstourismus der Jahrhundertwende bietet.
Das Museum ist ab Mai wiederum geöffnet und zwar jeweils am Freitag und Sonntag von 16.00 – 19.00 Uhr und am Samstag von 09.00 – 12.00 und von 16.00 – 19.00 Uhr.
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